Wissenswertes rund um die Strombörse

Wissenswertes zur Strombörse

Ein Bürger und Konsument zahlt nicht allein für den Strompreis. Denn dieser setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Überwiegend sind es Steuern und Abgaben, die ein Bürger hierfür entrichten muss. Diese bilden einen Großteil des Preises, den der Bürger an den Energieanbieter entrichtet. Der Strompreis selbst ist vergleichsweise ein kleiner Anteil der Stromkosten. Für den Kunden bleibt dieser Wert konstant, ist es aber für den Energieversorger üblicherweise nicht. In gesetzlich festgelegten Abständen kann ein Strompreis auf dem Kundenmarkt verändert werden. Dort rechnet man mit Gewinnspannen. Denn der Strom wird auf einer Strombörse gekauft und verkauft. Der Strompreis allein schwankt in diesem Bereich. Sollte sich der Strompreis für den Kunden verändern, dann ist dies nur über einen langen Zeitraum möglich.

Wie wird wird Strom in Deutschland gehandelt?

In Deutschland oder vielmehr in Europa wird Energie gehandelt. Hierbei geht es nicht allein um den Strom, der durch die Leitung fließt, sondern insbesondere auch um andere Güter, die auf dem Energiemarkt gehandelt werden. Dabei geht es um die Handelsgüter

  • Öl,
  • Gas,
  • Kohle und um
  • Emissionszertifikate und allgemein um allgemein Strom.

Diese Güter und die Energie wird allgemein an der Leipziger Börse European Energy Exchange, kurz EEX gehandelt. Diese entstand um 1993 aus der Fusion zweier alter Börsen. Darüber hinaus gibt es in Norwegen auch noch eine Energiebörse, die Mitte der 1980er Jahre entstand, von norwegischen und schwedischen Unternehmen, die für den europäischen Energiemarkt den Handel trägt. An der deutschen Börse in Leipzig handeln rund 200 Teilnehmer diese Handelsprodukte. Hiermit zeigt sich die Börse in Leipzig als die größte Börse auf dem Kontinent.

Spothandel und Terminhandel im Vergleich

Es gibt einen Terminhandel, der mit Handelsgütern über einen langen Zeitraum handelt. Dort werden zum Beispiel die „Futures“ gehandelt. Dies sind Verträge, die über rund 6 Jahre andauern. Solche Verträge werden gekauft und verkauft. Deren Kontinuität sorgt für eine gewisse Stabilität im Handel. Trotzdem werden mit solchen Verträgen nicht feste Preise für Energie und Handelsgüter vereinbart. Es geht in den Verträgen nicht um die konkrete Lieferung von Strom, sondern um ein Finanzgeschäft. Darüber steht immer noch ein Handel, der Spothandel genannt wird. Dieser ist ein schneller Handel, der über kurzfristige Transaktionen mit Käufen und Verkäufen bis 75 Minuten vor der tatsächlichen Lieferung stattfindet. Dies ist der wichtigste Teil des Handels. Die Geschäfte aus dem Terminhandel werden auf finanzieller Basis mit den Preisen im Spothandel abgeglichen. Diese Preise werden dann verrechnet. Für das Tagesgeschäft wird allgemein mit den Spots gehandelt. Wichtig ist dieser Spothandel, weil er Engpässe von Energieversorgern ausgleicht und Überkapazitäten verteilt. Dieser Handel gewährleistet die tägliche Versorgung.

Strompreise auf der Strombörse

Strompreise auf der Strombörse

Die Preisspannen auf der Strombörse variieren überaus stark. Denn sie unterliegen vor allem dem Einfluss des Wetters. Im Sommer wird sicherlich weniger Strom verbraucht und bei bewölktem Himmel können Solarzellen nicht dieselbe Energie erzeugen. Hierdurch steigen für Solarstrom die Kosten. Anders herum kann es aber auch zeitweise kostenfreien Strom auf der Börse geben. Erneuerbare Energien werden ja ebenso auf diesem Handelsplatz gehandelt, sodass für diese spezielle Gesetze in Kraft treten, wie etwa eine das EEG.

Besonderheiten der Energiemärkte

Stromnutzer müssen bedenken, dass gehandelte Energie nicht speicherbar ist, wie etwa in einer Großbatterie. Der Handel muss sofort erfolgen und dies täglich. Nach einer Stromerzeugung gelangt der Strom in das Stromnetz und wird dort geliefert. Nach Möglichkeit sollte der Strom unmittelbar konsumiert werden, da eine Speichermöglichkeit nicht gut gegeben ist. Erneuerbare Energien ergänzen sich hierbei optimal und erzeugen entweder bei Wind und Wellengang optimal Energie oder bei Sonnenschein. Deren Werte schwanken daher an der Energiebörse durchaus ein wenig. Trotzdem finden auch erneuerbare Energien an der Börse einen guten Handelsplatz.

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